Füchse Berlin Frauen

Füchse Frauen vor schwerer Auswärtsaufgabe beim Tabellennachbarn Solingen-Gräfrath

Für die Handballerinnen der Füchse Berlin steht am morgigen Samstag eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe auf dem Programm. Rund 540 Kilometer reisen die Berlinerinnen zum HSV Solingen-Gräfrath, der in der Tabelle unmittelbar hinter den Füchsen auf Rang drei lauert. Beide Mannschaften liegen nach sieben absolvierten Spielen mit jeweils 10:2 Punkten gleichauf. Die Voraussetzungen für ein spannendes Duell zweier Spitzenteams könnten damit kaum besser sein.

Die Gastgeberinnen präsentieren sich in der bisherigen Saison in starker Verfassung. Lediglich beim HC Rödertal musste sich das Team aus Solingen bislang geschlagen geben. Vor heimischer Kulisse ist der HSV dagegen noch ungeschlagen und konnte alle drei Begegnungen gegen Bremen, Kirchhof und Freiburg für sich entscheiden. Auch am vergangenen Wochenende bewiesen die Solingerinnen ihre Qualität und setzten sich auswärts bei den Handball-Luchsen Buchholz 08-Rosengarten mit 24:28 durch. Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte Solingen zudem Ende September im DHB-Pokal. Im Achtelfinale gelang vor heimischem Publikum ein beeindruckender 34:32-Erfolg gegen den Erstligisten TuS Metzingen. Ein weiterer Beleg dafür, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.

Besonders in der Offensive verfügt Solingen über zahlreiche gefährliche Akteurinnen. Angeführt wird die interne Torschützenliste von Linksaußen Nele Spengler, die bereits 42 Treffer erzielen konnte, davon 20 vom Siebenmeterpunkt. Viel Torgefahr geht zudem vom Rückraum aus: Spielmacherin Deborah Spatz kommt bislang auf 39/4 Tore, während Shooterin Vanessa Brandt 24/4 Treffer und Linkshänderin Patricia Nikolic 15 Tore beisteuerten. Mit Emma Schwitzer und Sophie Pickrodt verfügt der HSV darüber hinaus über zwei starke Kreisläuferinnen. Zwischen den Pfosten sorgt Liv-Stine Eckardt mit durchschnittlich zehn Paraden pro Partie für den nötigen Rückhalt. Auch an der Seitenlinie hat sich bei den Gastgeberinnen vor der Saison einiges verändert. Mit Lars Fassbender übernahm ein neuer Trainer die Verantwortung, der gemeinsam mit der ehemaligen Bundesligaspielerin Laura Vasilescu die Geschicke der Mannschaft lenkt.

Für die Füchse Berlin Frauen wird es vor allem darauf ankommen, an die Leistung aus dem jüngsten Heimerfolg gegen Mainz anzuknüpfen. Gegen einen selbstbewussten und heimstarken Gegner müssen die Berlinerinnen von Beginn an konzentriert auftreten, ihre eigenen Stärken auf die Platte bringen und über die gesamte Spielzeit konsequent agieren.

Trainerin Susann Müller weiß um die Schwere der bevorstehenden Aufgabe, blickt dem Duell aber entschlossen entgegen: „Wir wissen, was in Solingen auf uns zukommt. Wichtig ist, dass wir uns weiterhin auf uns selbst fokussieren und unser eigenes Spiel Schritt für Schritt verbessern. Das letzte Mal haben wir 2023 in Solingen gewonnen. Jetzt wollen wir endlich mal wieder die Punkte mit nach Berlin nehmen.“

“Das Spiel in Solingen wird für uns definitiv keine leichte Aufgabe. Sie sind eine starke Mannschaft mit viel individueller Qualität und einem guten Zusammenspiel,“ blickt Angela Cappellaro voraus. „Für uns wird es deshalb wichtig sein, unser Spiel zu machen, defensiv kompakt zu stehen und im Angriff unsere Chancen konsequent zu nutzen. Auch die lange Busfahrt spielt eine Rolle. Umso wichtiger wird es sein, von Beginn an sowohl mental als auch körperlich bereit zu sein.“ Die italienische Kreisläuferin ist nach einer Fingerverletzung zurück im Kader der Füchse. „Ich freue mich riesig endlich wieder auf dem Feld meine Mannschaft unterstützen zu können. Seite an Seite mit meinen Mitspielerinnen zu kämpfen ist genau das, was mich glücklich macht. Darüber bin ich froh und hochmotiviert.“

Anpfiff in der Sporthalle Kannenhof ist am Samstag, den 07.11.2026 um 20 Uhr.

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