Füchse Berlin Frauen

Füchse Frauen zu Gast beim Rekordmeister in Leverkusen 

Nach dem Unentschieden im Spitzenspiel vergangenes Wochenende gegen die SG Nürtingen-Zizishausen wollen die Füchse Berlin Frauen am kommenden 6. Spieltag wieder doppelt punkten. Mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen wartet ein traditionsreicher Gegner, der nach dem Abstieg aus der Bundesliga noch auf den ersten Saisonsieg wartet.

Mit acht Meistertiteln ist der TSV Bayer 04 Leverkusen Rekordmeister der Frauen-Handball-Bundesliga. Nach einer schwierigen Saison 2024/2025 mussten die „Elfen“ jedoch erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Dort befindet sich die junge Mannschaft aktuell noch in der Findungsphase. Nach fünf Spieltagen steht Leverkusen mit einem Punkt auf dem 14. Tabellenplatz. Den bislang einzigen Zähler holte das Team beim Unentschieden gegen Aufsteiger Todesfelde. Am vergangenen Wochenende mussten sich die Rheinländerinnen bei den Handballluchsen Buchholz 08-Rosengarten mit 32:26 geschlagen geben.

Im Sommer gab es beim ehemaligen Bundesligisten einige Veränderungen. Mit Franziska Garcia-Almendaris übernahm eine neue Trainerin das Kommando an der Seitenlinie. Die ehemalige Spielerin der Elfen, die von 2011 bis 2012 selbst das Leverkusener Trikot trug, sammelte unter anderem bereits bei der TSG Ketsch Erfahrungen als Trainerin. Nun soll sie die junge Mannschaft in der 2. Bundesliga weiterentwickeln und zurück in die Erfolgsspur führen. Auch im Kader der Gastgeberinnen finden sich einige interessante Personalien. Mit Lara-Sophie Fichtner steht eine ehemalige Füchsin in den Reihen der Elfen, die erst im vergangenen Sommer von Berlin nach Leverkusen wechselte. Die Rückraumspielerin gehört mit bislang 20 Treffern gemeinsam mit Sophia Cormann zu den torgefährlichsten Akteurinnen ihres Teams. Erfolgreichste Werferin ist Linksaußen Dana Gruner mit 29/14 Toren. Weitere wichtige Optionen im Angriff sind Jessy Souza (16 Tore), Marie Sauerwald und Louise van der Valk (je 11), Henriette Clauberg (10) sowie Juliane Specht (8). Auf Rechtsaußen hat die junge Luise Gruber (7 Tore) den Platz von Britt van der Baan übernommen, die sich im Sommer den Füchsen Berlin anschloss. Zwischen den Pfosten setzt Leverkusen auf die polnische Torhüterin Wioleta Pajak, die aus Bremen zu den Elfen wechselte, sowie U20-Nationalspielerin Merle Muth. Trotz der bislang ausbleibenden Erfolge ist der Gegner für die Berlinerinnen keinesfalls zu unterschätzen. Die junge Leverkusener Mannschaft verfügt über viel Tempo und wird vor heimischem Publikum alles daransetzen, den ersten Saisonsieg einzufahren.

Für die Füchse Frauen gilt es dagegen, nach der Punkteteilung im Spitzenspiel gegen Nürtingen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren und die nächsten beiden Zähler einzufahren. Dabei steht neben dem Ergebnis auch die eigene Weiterentwicklung im Fokus. „Wir müssen die lange Busfahrt schnell aus den Beinen bekommen und von Beginn an hellwach sein,“ blickt Berlins Trainerin Susann Müller entsprechend konzentriert auf die anstehende Aufgabe. „Leverkusen hat eine junge Mannschaft mit viel Tempo, die gerade vor heimischer Kulisse auf keinen Fall zu unterschätzen ist. Wir wollen weiterhin an uns arbeiten, uns von Spiel zu Spiel verbessern und natürlich die nächsten zwei Punkte mit nach Berlin nehmen.“

Für eine ihrer Spielerinnen wird das Aufeinandertreffen etwas ganz Besonderes. „Ich freue mich riesig auf das Spiel in Leverkusen! Nicht nur, weil ich meine ehemaligen Mannschaftskolleginnen wiedersehe, sondern auch, weil ich hoffentlich endlich wieder selbst auf der Platte stehen kann,“ so Rechtsaußen Britt van der Baan. „Meinem Knie geht es super. Gemeinsam mit unseren Physios hatten wir von Anfang an das Ziel, dass ich gegen Nürtingen wieder auf der Bank sitze und in Leverkusen mein Comeback feiern kann. Natürlich ist es für mich etwas ganz Besonderes, dass dieser Plan jetzt voraussichtlich auch so aufgeht. Für uns wird es wichtig sein, unser gutes Tempospiel auf die Platte zu bringen und eine stabile, kompakte Abwehr zu stellen. Wenn uns das gelingt, bin ich zu 100 % davon überzeugt, dass wir das Spiel für uns entscheiden können. Und natürlich hoffe ich, dass ich dabei auch meine ersten Spielminuten nach der Verletzung sammeln kann.“

Anpfiff ist am Samstag, den 17.10.2026 um 18 Uhr in der Ostermann Arena Leverkusen.

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