Nach der international bedingten einwöchigen Spielpause reisen die Berlinerinnen morgen im Achtelfinale des DHB-Pokals zum Ligakonkurrenten HC Rödertal. Gegen die ambitionierten „Rödertalbienen“ wartet dabei eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe auf das Team von Trainerin Susann Müller.
Der Weg ins Achtelfinale führte für beide Mannschaften über einen Heimerfolg. Die Füchse setzten sich in der ersten Pokalrunde vor eigenem Publikum gegen den SV Werder Bremen durch. Der HC Rödertal löste sein Ticket mit einem Heimsieg gegen den frischgebackenen Erstligaaufsteiger HC Leipzig. Damit kommt es im Pokal nun zu einem Wiedersehen, an das die Berlinerinnen keine guten Erinnerungen haben. Bereits in der vergangenen Saison trafen beide Mannschaften im DHB-Pokal aufeinander. Am 24. August 2025 mussten sich die Füchse in der ersten Runde auswärts mit 36:33 geschlagen geben. Exakt 405 Tage später bietet sich nun die Gelegenheit, die Geschichte anders zu schreiben – und dieses Mal geht es um den Einzug ins Viertelfinale.
Die Rödertalbienen sind mit hohen Ambitionen in die neue Spielzeit gestartet, mussten in der Liga bislang allerdings einige Rückschläge hinnehmen. Nach vier Spieltagen stehen die Sächsinnen mit 4:4 Punkten auf Tabellenplatz acht. Von der bisherigen Platzierung dürfen sich die Füchse jedoch nicht täuschen lassen, denn der Kader des HC Rödertal verfügt insbesondere im Rückraum über viel individuelle Qualität. Mit 23 Treffern gehört die Niederländerin Rozemarijn Alderden zu den gefährlichsten Akteurinnen der Gastgeberinnen. Dazu kommt der erstligaerfahrene Neuzugang Lilli Holste, die bislang 13 Tore erzielt hat. Im Zentrum zieht Spielmacherin Vanessa Huth die Fäden und steuerte bereits 16 Treffer bei. Mit Arwen Grob, der Finnin Natascha Foley und der Israelin Mor Shaul stehen weitere gefährliche Optionen für den Rückraum zur Verfügung. Auch über die Außenpositionen bringen die Rödertalbienen viel Tempo mit. Auf der rechten Seite sorgen Leila Ott und Anna Frankova für Gefahr, auf Linksaußen Leonie Meersteiner und Niederländerin Zoe Davenport. Am Kreis kommt es zu einem Wiedersehen mit einer alten Bekannten: Bo Dekker trug selbst bereits das Füchse-Trikot und bildet gemeinsam mit Lea Grießer das Kreisläuferinnenduo der Sächsinnen. Zwischen den Pfosten kann Trainerin Maike Daniels auf ein internationales Gespann setzen: mit Niederländerin Larissa Schutrups und Italienerin Anja Rossignoli stehen zwei Torfrauen zur Verfügung.
„Die Spiele gegen Rödertal sind immer etwas Besonderes, vor allem auswärts,“ blickt Füchse Spielerin Moana Thelemann voraus. „Wir haben aber bereits im letzten Jahr gezeigt, dass wir diese Challenge meistern können. Unser Ziel ist es eine fokussierte und konstante Leistung zu zeigen, mit voller Motivation als Team aufzutreten und uns den Einzug in die nächste Runde zu sichern.“
Für die Füchse gilt es nach dem spielfreien Wochenende, schnell wieder in den Wettkampfrhythmus zu finden. Die Berlinerinnen wollen dabei an ihre Leistungen aus der Liga anknüpfen und den Schwung der vergangenen Wochen mit in den Pokal nehmen. „Wir wollen den Schwung aus der Liga mitnehmen. Nach dem spielfreien Wochenende freuen wir uns darauf, wieder auf der Platte zu stehen,“ so Füchse Trainerin Susann Müller. „Natürlich haben wir das Pokalspiel aus dem vergangenen Jahr noch im Kopf und wollen es dieses Jahr für uns erfolgreicher gestalten“.
Anpfiff zum Pokalachtelfinale ist am Samstag, den 03.10.2026 um 18:30 Uhr in der Sporthalle Großröhrsdorf.